
Einhörner, Sirenen und Onokentauren: Die fantastischen Wesen der Bibel
„Stellt euch vor: Eine verlassene Stadt, in der Sirenen singen, Dämonen tanzen und seltsame Wesen, halb Mensch, halb Esel, durch die Ruinen streifen. Klingt wie ein Fantasy-Epos? Das ist die Bibel! Ja, richtig gehört – die Heilige Schrift ist voller mythischer Kreaturen wie Einhörner, Seeungeheuer und Onokentauren. Begleitet mich auf eine Reise in die Welt der alten Texte, wo Mythen und Glaube eins werden. Bereit für etwas, das euer Weltbild auf den Kopf stellt? Los geht’s!“
„Fangen wir mit etwas wirklich Kuriosem an: Onokentauren. Diese Wesen, halb Mensch, halb Esel, tauchen in der Bibel auf, genauer gesagt im Buch Jesaja. In Kapitel 13 lesen wir: ‘Und Onokentauren werden dort wohnen.’ Und in Kapitel 34: ‘Onokentauren und andere Ungeheuer werden dort hausen.’ Was sind diese Kreaturen?
In der griechischen Septuaginta und der lateinischen Vulgata, übersetzt von Hieronymus im 4. Jahrhundert, wurden hebräische Wörter wie iyyim oder tsiyyim – die wahrscheinlich Wüstenwesen oder Dämonen meinten – als Onokentauren interpretiert. Das Wort kommt von onos für Esel und kentauros für Zentaur. Stellt euch vor: Ein Wesen mit menschlichem Oberkörper und Eselskörper, das in den Ruinen des zerstörten Babylon oder Edom herumstreift.
Diese Kreaturen symbolisieren Chaos und Wildnis, Orte, die Gott verlassen hat. Für die Antiken waren sie wie ein Warnsignal: Wo Menschen versagen, übernimmt die Wildnis. Das ist wie in einem postapokalyptischen Film – nur dass es vor 2500 Jahren geschrieben wurde!“
„Bleiben wir bei Jesaja, Kapitel 13: ‘Und in ihren Häusern werden Sirenen wohnen, und ein Dämon wird dort tanzen.’ Sirenen in der Bibel? Ja, Hieronymus übersetzte das hebräische tannim – vermutlich Schakale – als sirenae. In der Antike waren Sirenen keine romantischen Meerjungfrauen, sondern gefährliche Dämonen, die Menschen ins Verderben lockten, ähnlich wie die Lorelei in deutschen Sagen.
Dieser ‘tanzende Dämon’ ist ein starkes Bild für das Böse, das die Kontrolle übernimmt, wenn Städte untergehen. Es ist, als würde die Bibel uns sagen: Ohne Ordnung und Glauben verfällt die Welt ins Chaos. Für uns heute? Vielleicht wie ein toxisches Social-Media-Feed, das uns in die Tiefe zieht. Oder was denkt ihr – wo lauern die modernen Sirenen?“
„Jetzt wird’s magisch: Einhörner! Im Psalm 22 lesen wir in der Vulgata: ‘Rette mich vor den Hörnern der Einhörner.’ Einhörner in der Bibel? Ja, und das ist kein Witz! Das hebräische Wort re’em meinte wohl einen wilden Stier oder Auerochsen, aber Hieronymus übersetzte es als unicornis.
Warum? Im Mittelalter, auch in deutschen Klöstern, war das Einhorn ein Symbol für unbändige Kraft und Reinheit. Man glaubte, nur eine reine Seele könne es zähmen – wie in den alten Gobelins aus dem Rheinland. In den Psalmen stehen Einhörner für mächtige Gefahren, von denen wir Erlösung suchen. Das spricht uns an, die wir 2025 mit Herausforderungen wie Stress oder Krisen kämpfen. Einhörner erinnern uns: Stärke und Reinheit können uns retten.“
„Jetzt wird’s richtig episch: Leviathan und Behemoth! Im Buch Hiob beschreibt Gott diese Giganten. Leviathan, das Seeungeheuer, ist wie eine biblische Godzilla – ein Drache, der die Meere beherrscht. Behemoth ist sein Gegenpart an Land: ein Koloss, der alles niederwalzt.
Diese Wesen sind mehr als nur Geschichten. Sie zeigen uns, dass es Kräfte gibt, die wir nicht kontrollieren können – wie Naturkatastrophen oder unsere inneren Ängste. In der jüdischen Tradition gibt es sogar Ziz, einen riesigen Vogel, der den Himmel regiert. Zusammen bilden diese drei Kreaturen ein Bild von Gottes Schöpfung: gewaltig, geheimnisvoll, manchmal furchterregend. Für uns heute ist das ein Reminder: Auch in unserer Hightech-Welt gibt es Dinge, die uns Demut lehren.“
„Warum sind diese Wesen in der Bibel? Die Antwort liegt in der Antike. Babylonier, Ägypter und Griechen liebten Mythen über Drachen, Zentauren und Mischwesen. Als die Septuaginta, die griechische Bibel, entstand, wurden hebräische Begriffe für wilde Tiere oder Dämonen in bekannte Gestalten übersetzt – wie Onokentauren oder Sirenen.
Hieronymus, der die Vulgata schuf, machte dasselbe für die lateinische Welt. In der Kunst, wie der berühmten Mosaik aus Praeneste, sehen wir solche Kreaturen lebendig dargestellt. In Deutschland kennen wir das aus Sagen wie der Lorelei oder mittelalterlichen Darstellungen von Einhörnern. Diese Mischung aus Mythos und Glaube zeigt: Menschen haben immer Geschichten genutzt, um die Welt zu erklären – von Chaos bis göttlicher Ordnung.“
„Onokentauren, Sirenen, Einhörner, Leviathan – diese Wesen sind mehr als Mythen. Sie sind Symbole für unsere Ängste, Hoffnungen und den Kampf zwischen Chaos und Ordnung. Sirenen warnen vor Verlockungen, Einhörner erinnern an Reinheit, und Leviathan lehrt uns Demut. Die Bibel nutzt diese Bilder, um uns die Welt näherzubringen – und sie spricht auch 2025 noch zu uns.
Was denkt ihr? Welche Geheimnisse verstecken sich noch in den alten Texten? Schreibt’s in die Kommentare, und wenn ihr mehr über die Magie der Geschichte erfahren wollt, abonniert den Kanal! Bis bald – vielleicht treffen wir dann auf einen Drachen!“
