🟣Franciszek o Wojnie: Odwaga w Dążeniu do Pokoju

Papst Franziskus – Der Hirte der Armen und Reformer der Kirche

Wer war Papst Franziskus?

Jorge Mario Bergoglio,

geboren am 17 Dezember 1936 in Buenos Aires,

Argentinien,

war der erste Papst aus Lateinamerika und der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri.

Als Sohn italienischer Einwanderer wuchs er in bescheidenen Verhältnissen auf. Nach einem Abschluss als Chemietechniker trat er 1958 dem Jesuitenorden bei und studierte Philosophie, Theologie und Geisteswissenschaften, unter anderem in Deutschland an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main.

1986 promovierte er dort, was seine tiefe Verbindung zu Deutschland unterstreicht.

1998 wurde Bergoglio Erzbischof von Buenos Aires, 2001 Kardinal. Als Papst Benedikt XVI. 2013 überraschend zurücktrat, wählten die Kardinäle Bergoglio am 13. März 2013 zum 266. Papst. Er wählte den Namen Franziskus – inspiriert vom heiligen Franz von Assisi, dem Symbol für Armut, Frieden und Schöpfungsbewahrung.

Ein Papst der Nähe und Bescheidenheit

Franziskus war bekannt als „Papst der Armen“. Anders als seine Vorgänger verzichtete er auf den prunkvollen Apostolischen Palast und lebte im einfachen Gästehaus Santa Marta. Statt der päpstlichen Limousine nutzte er einen gebrauchten Kleinwagen oder sogar den Bus. Seine roten Papstschuhe?

Die trug er nie – er blieb bei seinen schwarzen, abgenutzten Schuhen.

Seine Gesten der Demut machten ihn weltweit beliebt. Er feierte seinen Geburtstag mit Obdachlosen, wusch Gefängnisinsassen die Füße und besuchte Slums, Aids-Kliniken und Kriegsopfer, etwa in Mosambik oder im Irak.

Franziskus wollte eine Kirche, die „wie ein Feldlazarett“ wirkt – nah an den Menschen, besonders an den Ärmsten und Ausgegrenzten.

Seine Botschaft der „geschwisterlichen Welt“ betonte die Einheit aller Menschen, unabhängig von Religion oder Herkunft.

Besonders bewegend war sein Engagement gegen Antisemitismus, das ihm den Respekt jüdischer Gemeinden einbrachte, etwa in seiner Heimat Buenos Aires.

Reformen und Kontroversen

Franziskus leitete bedeutende Reformen ein, um die Kirche moderner und transparenter zu machen. Seine Weltsynode brachte Laien, Frauen und Bischöfe zusammen, um über Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und die Rolle der Kirche zu diskutieren.

Er öffnete Kurienämter für Frauen und setzte sich für mehr Transparenz bei den Finanzen des Vatikans ein, auch wenn dies unvollendet blieb.

Seine Enzyklika Laudato si (2015) war ein Meilenstein im Kampf gegen die Klimakrise. Franziskus nannte den Menschen als Hauptverursacher der Erderwärmung und rief 2019 den globalen „Klimanotstand“ aus. 2023 verurteilte er in Laudate Deum die Leugnung des Klimawandels.

Diese klaren Worte machten ihn zu einer Stimme für die Bewahrung der Schöpfung.

Doch sein Pontifikat war nicht ohne Kritik. Seine Aussagen zum Ukraine-Krieg, insbesondere der Aufruf zur „weißen Flagge“ und zu Friedensverhandlungen, stießen in der Ukraine auf scharfe Ablehnung. Präsident Wolodymyr Selenskyj und andere warfen ihm vor, die russische Aggression nicht klar genug zu verurteilen. Der Vatikan musste erklären, dass Franziskus Dialog und nicht Kapitulation meinte.

Auch innerkirchlich gab es Spannungen. Konservative Kreise kritisierten seine Einschränkung der Alten Messe (Traditionis Custodis, 2021) und seine Haltung zu Themen wie wiederverheirateten Geschiedenen. Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche wurde als unzureichend angesehen, und sein Unverständnis für den „Synodalen Weg“ in Deutschland sorgte für Diskussionen.

Sein Vermächtnis

Franziskus starb am Ostermontag, dem 21. April 2025, um 7:35 Uhr in seiner Residenz Santa Marta, vermutlich an einem Schlaganfall.

Noch am Ostersonntag hatte er den Segen Urbi et Orbi erteilt, trotz schwerer gesundheitlicher Probleme, darunter einer Lungenentzündung und Niereninsuffizienz.

Sein Wunsch war eine schlichte Beisetzung. Anders als viele Vorgänger wird er nicht im Petersdom, sondern in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom beigesetzt – einer Kirche, die er über 100 Mal besuchte, um die Marienikone Salus Populi Romani zu ehren. Er führte neue Regeln für Papstbeerdigungen ein: weniger Pomp, ein einfacher Holzsarg, keine Katafalk-Aufbahrung.

Weltweit trauern Millionen um Franziskus. Bundeskanzler Olaf Scholz nannte ihn einen „Fürsprecher der Schwachen“, der britische König Charles III. lobte sein Mitgefühl. In Argentinien wurde eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen, in Brasilien, dem Land mit den meisten Katholiken, eine Woche Trauer.

Was bleibt?

Papst Franziskus war ein Mann der Gegensätze: ein Reformer, der Traditionen brach, aber auch ein Hirte, der die Einheit der Kirche suchte. Er war nahbar, doch seine Worte konnten polarisieren.

Sein Traum von einer Kirche, die Brücken baut und niemanden ausschließt, bleibt eine Herausforderung für seine Nachfolger.

In den kommenden Wochen wird das Konklave seinen Nachfolger wählen – den 267. Papst. Wer es wird, ist offen. Doch eines ist sicher: Franziskus’ Botschaft von Barmherzigkeit, Frieden und Sorge für die Schöpfung wird weiterleben.

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, Papst Franziskus hat uns gelehrt, dass Hoffnung auch in dunklen Zeiten lebt. Lassen Sie uns sein Erbe ehren, indem wir seine Werte der Nächstenliebe und des Dialogs weitertragen.

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