🟢 EchoZeit: Komiksowa Księga Legend

„Im 🟢 Grünen Echo entdecken wir universelle Wahrheiten durch Geschichten, die zum Herzen eines Kindes sprechen und die Weisheit eines Erwachsenen ansprechen. Hier wird Geschichte zum Märchen und das Märchen zur Lehre.“

Zami und das Geheimnis der Echoberge

Zami und das Geheimnis der Echoberge

Kapitel 1: Die Stimme der Steine

Im Land Transjordanien, wo die Sonne über goldenen Hügeln aufging und der Wind das Flüstern alter Lieder trug, lebte ein junger Riese namens Zami. Er hatte lange Arme, Füße so groß wie ein Wagen und ein Herz, das größer war als seine Brust. Doch er war nicht wie die anderen seines Volkes – der Zamzummim.

Während die Ältesten das Werfen von Felsbrocken und Kriegsmärsche übten, saß Zami auf dem Gipfel des Flüsterbergs und lauschte dem Echo.

„Zami… Zami…“ – hallte es zwischen den Felsen wider.

Eines Tages, als die Sonne sich dem Horizont zuneigte, bemerkte Zami etwas Ungewöhnliches. In einer Felsspalte lag eine Steintafel, bedeckt mit einem spiralförmigen Symbol und drei Sternen.

„Das ist kein gewöhnlicher Stein…“ – murmelte er und drehte die Tafel in seinen Händen.

In diesem Moment erzitterte das Echo, als wolle es ihm etwas sagen. Zami spürte, dass er herausfinden musste, was dieses Zeichen bedeutete.

Kapitel 2: Mira aus dem Tal

Am nächsten Morgen, als der Nebel noch über dem Tal tanzte, stieg Zami zum Bach hinab. Dort traf er ein Mädchen, das Blätter für ein Herbarium sammelte.

„Wer bist du?“ – fragte er und beugte sich hinunter, um sie mit seiner Größe nicht zu erschrecken.

„Mira. Vom Volk der Ammoniter. Und du… bist du ein Riese?“ – antwortete sie, ein wenig überrascht.

„Ich bin nicht gefährlich. Ich suche die Bedeutung dieses Symbols.“ – Zami zeigte ihr die Tafel.

Mira schaute mit einem Funkeln in den Augen.

„Ich kenne dieses Zeichen! Es steht auf einer Karte, die ich in den Ruinen fand. Sie führt zu den Echobergen.“

Zami lächelte breit.„Kommst du mit mir?“

„Nur, wenn du versprichst, nicht zu trampeln. Meine Ohren sind kleiner als deine Füße.“ – scherzte sie.

So begann ihre gemeinsame Reise – die eines Riesen und eines Mädchens, deren Freundschaft die Geschichte verändern sollte.

Kapitel 3: Rätsel der Alten

Die Sonne kletterte am Himmel empor, als Zami und Mira das Tal der Drei Tore erreichten. Dieser Ort war von Legenden umwoben – es hieß, nur jene, die Stärke und Weisheit vereinen konnten, durften weitergehen.

Das erste Tor war aus schwarzem Basalt gebaut, und auf seiner Oberfläche standen die Worte:

„Nur die, die mit dem Herzen sehen, dürfen weitergehen.“

Zami runzelte die Stirn.„Mit dem Herzen sehen? Aber Augen sind doch zum Schauen da…“

Mira lächelte.

„Das bedeutet, dass man vertrauen muss. Schließe die Augen und berühre den Stein.“

Zami tat, wie sie sagte. Als seine Hand auf dem Tor ruhte, spürte er Wärme. Der Stein leuchtete auf, und das Tor öffnete sich mit einem leisen Summen.

Hinter dem Tor wartete das zweite Tor – aus rotem Sandstein, verziert mit Schnitzereien von Riesen und Menschen, die sich an den Händen hielten. Über dem Eingang stand:

„Stärke ohne Ziel ist nur Lärm.“

Zami schaute zu Mira.„Geht das um mich? Vielleicht haben die Riesen vergessen, wozu sie ihre Stärke haben…“

Mira nickte.

„Vielleicht müssen wir deshalb weitergehen. Um sie daran zu erinnern, wer sie waren.“

Zami hob einen Felsen, der den Eingang blockierte, doch anstatt ihn zu werfen – wie es ihm die Ältesten gelehrt hatten – legte er ihn behutsam beiseite. Das Tor öffnete sich ohne Widerstand.

Hinter dem dritten Tor wartete jemand, den sie nicht erwartet hatten – ein Wanderer in einem Mantel aus Blättern, mit einem Stab aus Mammutknochen. Seine Augen funkelten wie Sterne.

„Willkommen, Kinder der Vergangenheit und der Zukunft.“ – sagte er mit einer Stimme, die wie der Wind in einer Höhle klang.

„Wer bist du?“ – fragte Mira.

„Chedor. Hüter der Legenden. Ich kenne die Geschichten der Rephaim, Emim, Anakim… und der Zamzummim.“

Zami trat unsicher näher.

„Weißt du, wer wir wirklich waren?“

Der Wanderer wies ihnen den Weg zu den Echobergen – durch eine Schlucht, in der die Felsen sangen und die Schatten im Takt alter Lieder tanzten.

Kapitel 4: König Og und das Erwachen

Als sie durch die Schlucht wanderten, wo die Felsen Lieder der Vergangenheit sangen, erreichten Zami und Mira eine Höhle, deren Eingang von zwei steinernen Riesenstatuen bewacht wurde. Ihre Augen schienen in die Seele zu blicken.

„Das muss der Ort sein, von dem Chedor sprach…“ – flüsterte Mira.

Zami nickte, doch sein Herz schlug schneller als gewöhnlich. In der Höhle herrschte eine so tiefe Stille, dass man die eigenen Gedanken hören konnte. Im Inneren saß auf einem Thron aus Wurzeln und Kristallen König Og – der letzte der Rephaim.

Er war riesig. Sein Bart reichte bis zur Taille, und seine Augen leuchteten wie zwei Monde.

„Wer wagt es, meine Ruhe zu stören?“ – donnerte seine Stimme und hallte von den Wänden wider.

Zami trat einen Schritt vor.

„Ich bin Zami. Ich suche die Wahrheit über mein Volk – die Zamzummim. Waren wir nur Krieger?“

Og blickte ihn neugierig an.

„Und du, Mädchen? Fürchtest du mich nicht?“ – fragte er und wandte sich an Mira.

„Ich habe Angst. Aber ich bin hier, weil ich glaube, dass die Vergangenheit uns etwas lehren kann.“ – antwortete sie ruhig.

König Og schwieg einen Moment, dann erhob er sich. Die Erde erzitterte unter seinem Schritt.

„Die Zamzummim waren nicht nur Krieger. Sie waren Hüter der Harmonie, Erbauer von Brücken zwischen Völkern. Doch sie vergaßen dies, als sie glaubten, Stärke sei alles.“

Zami spürte, wie etwas in ihm erwachte – als ob das Echo der Vergangenheit durch sein Herz sprach.

„Ich will die Welt daran erinnern, wer wir waren. Nicht durch Kampf, sondern durch Geschichten.“

Og lächelte zum ersten Mal.

„Dann verdienst du ein Geschenk.“ – sagte er und griff nach einem alten Buch. – „Dies ist das Lied der Echoberge. Es enthält das Wissen, das wir über Generationen weitergaben. Lass es dein Führer sein.“

Zami und Mira knieten nieder, und das Echo der Höhle sang leise – als freue sich der Ort selbst über ihren Mut.

Kapitel 5: Rückkehr und Zukunft

Zami und Mira kehrten schweigend von den Echobergen zurück, mit nicht nur dem alten Buch, sondern auch etwas viel Kostbarerem – der Wahrheit. Der Rückweg schien kürzer, als ob die Erde selbst sich über ihre Entdeckung freute.

Als sie das Dorf der Riesen erreichten, versammelten sich die Ältesten um sie.

„Zami, wo warst du? Warum bist du verschwunden?“ – fragte ein Krieger.

Zami blickte sie ruhig an.

„Ich war dort, wo das Echo sich erinnert. Und ich habe gelernt, dass unsere Stärke nicht dem Krieg dienen muss.“

Ein älterer Riese runzelte die Stirn.

„Und was ist mit Ehre? Mit Tradition?“

Zami hob das Buch.

„Dies ist unsere wahre Tradition.
Wir bauten, beschützten, lehrten.
Wir haben das vergessen, aber wir können uns erinnern.“

Zur gleichen Zeit sprach Mira zu ihrem Volk – den Ammonitern.

„Zami ist kein Monster. Er ist ein Freund. Gemeinsam haben wir entdeckt, dass unsere Völker Seite an Seite leben können, nicht gegeneinander.“

Die Kinder beider Dörfer begannen, sich zu treffen. Die Riesen lehrten sie, Häuser aus Stein zu bauen, und die Ammoniter zeigten ihnen, wie man Pflanzen anbaut und den Sternen lauscht.

Zami wurde Lehrer – der erste Riese, der Kinder beider Völker unterrichtete. Mira schrieb das Buch „Das Lied der Echoberge“, das bei Lagerfeuern gelesen wurde, und das Echo trug ihre Worte weit in die Berge.

Und wenn der Wind wieder zwischen den Felsen sang, klang er nicht mehr bedrohlich. Er klang wie das Lachen von Kindern, wie ein Lied über Freundschaft, wie das Versprechen eines neuen Anfangs.

Epilog: Das Echo, das nicht verstummt

In der Höhle, wo König Og in Stille ruhte, wiederholte das Echo Zamis Worte:

„Frage nicht, wer wir waren. Frage, wer wir werden können.“

Und so endete die Geschichte der Zamzummim nicht in einer Schlacht, sondern in einer Erzählung, die andauerte – in Herzen, in Liedern, in der Zukunft.

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